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Bindematerialien und -geräte im Vergleich  

Aus der deutschen Weinbauzeitung

Autor: Oswald Walg, SLVA
Bad Kreuznach-Simmern

 

 

 

Das Binden muß bislang manuell durchgeführt werden. Deshalb ist es für den Winzer interessant, mit welchen Materialien bzw. Geräten er am schnellsten und preiswertesten die Bindungen vornehmen kann. Von entsprechenden Arbeitszeitstudien sowie Kostenvergleichen handelt der folgende Beitrag.

Die verschiedenen Bindematerialien unterscheiden sich im Material, z. B. Kunstoff, Metall oder Naturprodukte (Weide, Hanf) und in ihrer Haltbarkeit (einmalig oder mehrjährig verwendbar). Zum Bindematerial, das nur einmal verwendbar ist, gehören Weiden Bindedraht (Rebbindegarn) und Draht mit Kunststoffmantel. Der Bindedraht ist wohl das verbreiteste Bindematerial zum Biegen. Er ist preisgünstig, leicht und schnell zu handhaben und läßt sich beim Rebschnitt einfach durchschneiden und entfernen. Die Weide hat regional eine gewisse Bedeutung. Häufig besitzen die Winzer selbst Weiden, die sie schneiden. Oft ist dies eine Arbeit für den "Großvater", sodass keine Nutzungskosten anfallen. Vorteilhaft an der Weide ist, dass sie im Boden verrottet.

Bindegeräte: geringer Kraftaufwand

Bindegeräte arbeiten mit einmalig verwendbaren Bindematerialien für Rutenbindungen, teilweise auch für Stammbindungen. In der weinbaulichen Praxis werden Drillgeräte, das Ligapil-Gerät sowie das Max-Tapener-Gerät eingestzt. Mit den Bindegeräten lassen sich die Bindungen sehr schnell und ohne Kraftaufwand durchführen. das Bindematerial ist in der Regel recht preisgünstig, jedoch lohnt sich vor dem Kauf eines Gerätes die Kosten pro Bindung zu vergleichen.

Arbeitszeit- und Kostenvergleich

Die Tabellen 1 - 3 geben einen Arbeitszeit- und Kostenvergleich für Bindungen an Ruten und Stamm (Tab. 3) mit verschiedenen Materialien und Bindegeräten.
Die Tabellen 1 und 2 zeigen, dass das Beli-Bindegerät hinsichtlich Preis und Arbeitsleistung am besten abschneidet. Die Anschaffungskosten der einzelnen Geräte sind bei den Berechnungen nicht berücksichtigt.
Die Preisunterschiede bei den Bindegeräten und dem Bindematerial ergeben sich durch unterschiedliche Bezugsquellen und Abnahmemengen. Mit der Bindezange ist man genauso schnell wie mit dem Beli-Binder, aber aufgrund der sehr hohen Materialkosten von fast 0,5 Cent./Bindung schneidet das Gerät beim Vergleich der Wirtschaftlichkeit schlecht ab.



Fazit: Beim Vergleich der verschiedenen Materialien und Geräte für das Anbinden der Ruten erwies sich das Beli-Bindegerät als schnell und kostengünstig. Bei der Stammbindung schnitt das Max Tapener gerät in puncto Preis-Leistungs-verhältnis am besten ab.